20
Jun, 2015

Schminktipps

Die eigene Attraktivität jeden Tag aufs Neue zu spüren und zu genießen steckt in jeder Frau bis ins hohe Alter. Die Individualität einer jeden Frau ist dabei das Wichtigste.

Von natürlich bis glamourös – jede Frau ist schön!
Beim Make-up geht es weniger um starre Regeln, sondern vielmehr um die Möglichkeit, die es einem jeden Typ bietet, seine individuelle Schönheit zu unterscheiden.
Für Make-up gibt es verschiedene Pinsel in den unterschiedlichsten Längen und Materialien. Hierbei sollte man immer viel Wert auf gute Qualität legen, nur so wird ein optimales Ergebnis beim Auftragen erreicht.
Grundlage für jedes perfekte Make-up ist zunächst die optimale Vorbereitung der Gesichtsform.
Man unterscheidet grundsätzlich unter Gesichtsformen: Oval, Rund, Dreieck und Viereck. Um die jeweilige Gesichtsform der Kundin zu ermitteln, steckt man die Haare zurück und bildet mit den Handflächen einen seitlichen Rahmen. Somit wird die breiteste Stelle des Gesichts sichtbar.
Merkmale der ovalen Gesichtsform sind zum Beispiel:

  • breiteste Stelle = Jochbein
  • Außenkontur verengt sich zu Stirn und Kinn
  • „Harmonische Drittelung“ (= gleichgroße Abstände)
    • 1. Drittel: Haaransatz bis zu den Augenbrauen
    • 2. Drittel: Augenbrauen bis zur Nasenspitze
    • 3. Drittel: Nasenspitze bis zur Kinnpartie

-> Augen, Augenbrauen, Nase und Mund jüngen sich harmonisch in die Gesichtsform ein, das heißt keine Korrekturen sind erforderlich.
Merkmale der dreieckigen Gesichtsform:

  • breiteste Stelle = Stirn
  • Außenkontur verschmälert sich zum Kinn
  • Kinnpartie weist eine Überlänge auf
  • Augen stehen eng zueinander
  • Augenbrauen sind flach angelegt
  • Nasenspitze kann lang oder breit wirken
  • Mund bzw. Oberlippe wirkt schmal

-> dies muss ausgeglichen werden
Durch das bestimmen der Gesichtsform kann man nun gezielt Konturen umschmeicheln, Ausgleichen, Verschmälern und Form geben.

Der Hautton ist immer bei der Foundationfarbe (Grundierung) zu berücksichtigen.
Man unterscheidet dabei in zwei verschiedenen Hauttönen:

Warm = gelblich bis bräunlich
Kalt = rötlich bis bläulich

Die unterschiedlichen Hauttöne lassen nun auf die unterschiedlichen Farbtypen schließen.

warmer Hautton: Frühling = cremiger Teint, Haut bräunt schnell
  Herbst = blasser Teint, häufig Sommersprossen, sehr Sonnenempfindlich, bräunt schlecht
kühler Hautton: Sommer = zarter, durchscheinender Teint, mit geringer bzw. sehr langsamen Bräunung
  Winter = Haut wirkt schnell gräulich, sehr schnelle bzw. intensive Bräunung

Ist die richtige Auswahl der Foundation getroffen, wir diese mit einem Make-up Pinsel aufgetragen. Dabei arbeitet man immer von innen nach außen, also zum Beispiel von der Stirnmitte zu den Schläfen und von der Nase zu den Ohren. Es ist wichtig darauf zu achten, dass keine Farbränder zum Haaransatz bzw. zur Halskante entstehen. Außerdem arbeitet man immer in Wuchsrichtung der kleinen Gesichtshärchen, also von oben nach unten.
Zum Abdecken von Augenschatten, Rötungen oder Unebenheiten der Haut benutzt man einen Concealer (=Abdeckstift), welcher mit einem Pinsel oder den Fingern aufgetragen wird.

Der passende Puder ist unerlässlich zur Fixierung des Make-ups. Hier gibt es verschiedene Sorten um auf individuelle Bedürfnisse einzugehen:

  • ein transparenter loser Puder zur klassischen Fixierung eines jeden Make-ups
  • ein kompakter Puder (in mehreren Farbnuancen) zur idealen Mattierung und Fixierung zwischendurch
  • ein Sonnenpuder, der die Haut erstrahlen lässt durch seinen leichten Schimmereffekt

Egal für welchen Puder man sich entscheidet, alle werden mit einem Puderpinsel aufgetragen.

Für das Augen-Make-up sollte bei der Wahl des Lidschattens die Augenfarbe der Kundin Berücksichtigt werden.
Dabei spielen die drei Primärfarben (=Grundfarben) Rot, Gelb und Blau sowie die Sekundärfarben (=Mischung aus zwei Grundfarben) Violett, Grün und Orange eine große Rolle.
Grundsätzlich wird das komplette Lid mit einer hellen Lidschattenfarben grundiert. Um die Augenfarbe zum Leuchten zu bringen verstärkt man dies mit der jeweiligen Komplementärfarbe:

braune Augen = Lidschatten in Grüntönen
grüne Augen = Lidschatten in Violetttönen
blaue Augen = Lidschatten in Orangetönen

Der dunkle Ton wird auf das bewegliche Lid und äußeren Augenwinkel mit einem Applikator aufgetragen. Durch das abschattieren beider Farben erhält man sanfte Übergänge.
Für ein intensives Augen-Make-up in den äußeren Augenwinkel noch eine dritte dunklere Nuance geben.
Für die Augenkontur setzt man mit Hilfe von einem Kajalstift oder einem Augenkonturpinsel eine feine Wimpernverdichtung. Meist wird dafür ein Braun-, Grau- oder Schwarzton verwendet, um den Ausdruck der Augen zu intensivieren. Dabei arbeitet man vom äußeren Augenwinkel zum inneren des Auges.
Bei der Gestaltung der Augenkontur sind keine Grenzen gesetzt. Jedoch sollte darauf geachtet werden, ob ein Tages- oder Abend-Make-up gewünscht ist. (siehe Make-up-Arten)
Um das Augen-Make-up abzuschließen, benutzt man einen Mascara (Wimperntusche). Am strahlentsten wird der Wimpernkranz wenn man die Wimpern zweimal tuscht.
Mit einer kleinen Augenbrauenbürste können die Wimpern sowohl zwischendurch als auch am Ende einmal „gekämmt“ werden. Damit verschwinden kleine Klümpchen von dem Mascara und die Wimpern können gezielt in Form gekämmt werden.

Die Augenbrauen lassen sich optisch durch einen, zum Typ und Make-up passenden, Augenbrauenstift korrigieren. Für eine weiche und dezente Korrektur benutzt man hierfür einen abgeschrägten Konturenpinsel. Mit dem zum Typ und Make-up passenden Augenbrauenpuder zeichnet man die Kontur der Augenbraue leicht nach. Dadurch vergrößert man optisch das Auge und kann auch zu kurz geratene Augenbrauen verlängern. Wichtig ist dabei das vorherige bestimmen des höchsten Punktes der Augenbraue.
Dies erfolgt durch eine gedachte gerade Linie vom Endpunkt des Auges hoch zur Augenbraue. Dort sollte der höchste Punkt liegen. Falsch ist die Annahme, dass der höchste Punkt über der Mitte der Pupille sein soll!
Eine wohlgeformte Augenbraue sollte 2/3 ansteigend und 1/3 abfallend sein. Wichtig ist auch das nach unten Bürsten der Brauenhaare mit einer Augenbrauenbürste vor dem Nachziehen.
Dadurch lässt sich der Haaransatz gut erkennen und läuft nicht Gefahr die Braue zu überzeichnen.

Das Rouge gibt jedem Gesicht Kontur, daher ist es sehr wichtig das Rouge korrekt aufzutragen. Hierbei ist grundsätzlich zu beachten, dass dunkle Farben in den Hintergrund treten und helle Farben den Vordergrund.
Das Rouge wird für mehr Kontur unter die Wangenknochen gesetzt. Setzt man es auf die Wangenknochen verleiht man dem Gesicht mehr Frische. Zudem eignen sich dunkle Rougetöne gut für den Abend und hellere Rougetöne für den Tag.
Das Rouge wird mit einem speziellen Rougepinsel aufgetragen. Hierbei gilt es zu beachten, dass das Rouge immer von außen nach innen aufgetragen wird, das heißt man beginnt am Ohrknorpel (2. Drittel des Gesichts) auf einer Linie zu Augenmitte hin endend.

Der letzte Schritt zu einem perfekten Make-up ist das Lippen-Make-up.
kein Make-up wird so individuell eingesetzt wie der Lippenstift. Je nach Laune, Kleidung, Anlass etc wird er benutzt.
In Kombination mit einem Lipliner (Konturenstift) bietet er die Möglichkeit, die gegebene Lippenform zu korrigieren. Daher bilden Lippenstift und Lipliner immer ein perfektes Lippen-Make-up.
Durch einen Lipliner lassen sich die Lippen optisch verkleinern, ausgleichen, vergrößern oder auch verkürzen. Der Lipliner sollte immer von außen nach innen aufgetragen werden, da diese Technik die Mundwinkel hebt.
Außerdem sollten Lipliner und Lippenstift den gleichen Ton haben. Natürlich kann der Lipliner auch ein Ton dunkler als der Lippenstift sein aber auf keinen Fall heller.
Für ein natürliches Lippen-Make-up empfiehlt sich ein natürlich-bräunlicher Lipliner und ein Gloss zum Auffüllen der Kontur.

Aufbauend auf diesen Grundlagen des Make-ups unterscheiden wir zusätzlich in Tages-, Abend-, Foto-, Fantasy- und Braut-Make-up. Detaillierte Information dazu finden Sie hier.
Doch egal für welches Make-up Sie sich letzten Endes entscheiden, grundsätzlich sollte dies typgerecht geschminkt werden.
Außerdem vergessen Sie nicht nach dem Make-up die Haut immer gründlich zu reinigen. Denn nur eine schöne Haut ist eine gute Grundlage für ein tolles Make-up.