24
Jun, 2015

Hochzeitsfotograf ein Gedicht

Als Hochzeitsfotograf taucht man ein in die tiefen Emotionen des Hochzeitspaares. Man lernt sich kennen, und meistens erfährt man die vielen bezaubernden Geschichten der Hochzeitsvorbereitung. Die Ängste der Braut die Freuden und die Aufregung vor diesem einmaligen Tag. Das hat mich bewogen mal ein Gedicht zu verfassen. Ein Gedicht zum Schmunzeln zum Lachen aber auch die wahren Emotionen die mich zum Hochzeitsfotografen machen. Viel Spaß beim Lesen.

Der Hochzeitfotograf

Gut betont ist die Figur,
in ihrem zauberhaften  Kleid,
nie schöner ihre Steckfrisur,
der Weg dahin war dennoch weit.
In den zahllosen Geschäften
wo sie ihr Traumkleid suchte,
schien sie öfters zu entkräften
bis sie die Zeit verfluchte!
Mal war die Coursage toll,
ein anderes mal das Kleid,
die Läden waren rappel voll,
doch der Weg zum Ziel noch weit.
Die Mutter rief „so zauberhaft,
diese feine Robe“
das raubte ihr die letzte Kraft,
bevor sie lautstark tobte.
Ab jetzt ging sie nur ganz allein
durch die langen Gassen,
..von ihrem Herzen fiel ein Stein
sie konnte es kaum fassen.
Denn plötzlich blieb sie stehen,
vor dieser edlen Boutique,
sie konnte nicht mehr weitergehen,
das Kleid darin war super schick.
Ihr Herz, das schlug so laut
dass sie es kaum fasste,
Sie war die allerschönste Braut,
das Kleid wie angegossen passte.
….und war der Weg auch lang,
zu diesem wunderschönen Kleid,
sie innerlich mit Tränen rang,
Sie war für Ihren Mann bereit!
Ihr Zukünftiger der hatte Glück,
denn schon im ersten Laden,
nahm er sich das erste Stück
und war so gut beraten.
Das Standesamt war rappel voll,
sie hätte können flieh,
denn Heiraten im Mai ist toll,
doch viele haben diesen Spleen.
Ihr Wunschtermin war nicht mehr frei,
man musst sich arrangieren,
auch regnet es bestimmt im Mai
man darf nur nicht den Mut verlieren.
Die Kirche auf dem Berg,
das war ihr größtes Leid,
waren die Gerüstbauer am Werk,
gerade in der Hochzeitszeit.
Das Schloss zum fest war schnell gebucht,
ohne viel Theater,
Lange wurde nicht gesucht,
Betreiber war ihr Vater.
Jetzt endlich einmal Glück,
selbst die schöne Dekoration,
was sonst ein großes Stück.
Ihr Vater macht das schon.
Nun hat der Bräutigam das Glück,
mit seinem kurzem Haar,
vom Supergel ein kleines Stück,
und schon ist er der Star.
Nur die Braut die wird gestylt
mit ihren langen Haaren,
sie länger beim Stylist verweilt,
und muss zum Probestyling fahren..
Da wird gesteckt gedreht gelockt,
viel Haarspray das es hält,
nicht das noch der Stylist verbockt,
wen die Haarpracht dann zerfällt.
Geschick und Können,
macht hier den Meister aus,
Stylist darf er sich nennen,
mach er was Besond’res draus.
In schlaflos langen Nächten,
hat sie sich vorgestellt,
wie dieser Tag doch sein wird,
der so ihr Herz erhellt.
In Liebe zu verschmelzen
um zu verbinden Zeit und Raum,
mit ihrer wahren Liebe,
das ist ihr größter Traum.
Ihr Hochzeitstag, der soll im Leben,
der schönste ihrer Liebe sein.
Sie wird ihr Ja Wort geben,
im hellen herzen Schein.
Die wunderschönen Ringe,
hat er bereits besorgt,
es fehlen nur noch Dinge
neu,alt blau, geborgt.
Und endlich endlich fehlt nichts mehr,
jetzt hoffen wir auf gutes Wetter,
dafür gibt’s zwar nie Gewähr
doch Sonne macht es netter.
..in den Armen ihres Lieben,
schläft sie glücklich ein.
Im Traum die Wolken schieben,
und sichtbar wird der Sonne Schein.
Doch plötzlich schreckt sie auf!
Entrissen ihrem Schlaf !
Im Traum da kam sie drauf
„WER MACHT DEN HOCHZEITSFOTOGRAF???“
Sie weckt den Liebsten auf,
wir haben es verschlafen,
auf unsrer Liste stand nichts drauf
von einem Hochzeitsfotografen.
Darauf er, noch halb im Dusel,
was kümmerst du dich Nachts um Sachen,
und machst hier ein Gewusel.
Die Bilder kann dein Onkel machen.
Er macht so schöne Landschaftsbilder,
seine Technik aktuell,
er dacht er stimmt sie milder
wenn er sagt „nun Schlaf recht schnell.
Doch an Schlaf war nicht zu denken,
in ihrem Kopf so ein Vibrieren,
die Gedanken nicht zu lenken,
Sie konnt sich keine Ruhe schenken.
Und wider rüttelt sie am Mann
der jetzt aufschreit „STOP“
und einfach nur noch sagen kann:
„die Bilder macht der Onkel BOB!!!“
…………der Hochzeitsfotograf…..
Dieser Mensch, macht keinen Job,
er ist ein Visionär,
und ist das Umfeld alles Top
der Fotograf will mehr.
Schatten Licht und Farbenspiel,
die Sucht nach Emotionen,
verleitet vom Gefühl…
er kann sich niemals schonen.
Er taucht hinein in Resonanz,
mit den Hochzeitspaaren,
in den er aufgeht -voll und ganz-
kann nicht an Einsatz sparen.
Einmal in stiller Runde,
versteckt das man ihn gar nicht sieht,
hält er fest die Stunde
unmöglich das sie flieht.
Im nächsten Augenblick
da macht er auch den Clown,
er weicht kein Stück zurück,
bis alle auf ihn schaun.
Er animiert das Hochzeitspaar,
das sie ihm alles geben.
Er macht die Braut zum Star,
das ist und bleibt sein Leben.
Wo der Maler malt mit Farbe,
malt er nur mit Licht,
schaut er durchs Objektiv,
ist einzigartig seine Sicht.
So schafft er eine Kunst,
die niemals mehr vergeht,
steht in des Brautpaar Gunst
die diese Kunst versteht.
Sie hatte es verstanden,
das sie den Künstler braucht,
und keiner der Verwandten,
der nur zum Knipser taugt.
Normalerweise sind die Leute
schon lange vorher ausgebucht.
Doch war ihr Glückstag heute,
sie fand was sie sich ausgesucht…
Gut betont ist die Figur,
in ihrem zauberhaften Kleid,
nie schöner ihre Steckfrisur,
jetzt ist die Braut bereit.
Ein Tag voll Emotionen,
ein Tag voll reinem Glück,
gefüllt mit Sensationen,
wie gerne denkt man da zurück.
Was der Künstler hier geboren.
In voller Harmonie
keine Stunde – ist verloren,
vergessen können sie es nie.
Mit dem Album in den Händen,
wissen sie es ganz genau
dieser Tag, der wird nicht enden
ist auch ein anderer, mal Grau.
Jens Kunze